8. März bis 13. April 2018
Vernissage: Donnerstag, 8. März 2018, 19 Uhr


Catrin Bolt

 

Catrin Bolt (geboren 1979) lebt und arbeitet in Wien. Sie studierte von 1997 bis 2003 bei Peter Kogler in der Medienklasse an der Akademie der bildenden Künste in Wien.
Von 2000 bis 2003 arbeitete sie gemeinsam mit Marlene Haring als ›Halt + Boring‹.
Bolt befasst sich mit der inhaltlichen, geschichtlichen und architektonischen Komplexität von Räumen und Orten. Mithilfe von Fotos, Videos, Filmen, Skulpturen, Performances und Installationen – über minimale Eingriffe und unorthodoxe Darstellungen – werden diese in ihrer Vielschichtigkeit erfahrbar.

In der wiederholten Beschäftigung mit dem Thema Landschaft greift Catrin Bolt viele verschiedene Aspekte auf: Landschaft als identitätsstiftendes Element, deren Veränderung, deren Verlust, unsere Konsumgesellschaft die diese nutzt und prägt, und die Stilisierung der Landschaft die Aspekte auslässt und andere hervorhebt. In der Kunstgeschichte war die Darstellung von Landschaft immer ein Abbild unserer Gesellschaft, ihrer Möglichkeiten, Ängste und Sehnsüchte und ihres Verhältnisses zur Natur.

Neben der Landschaft nutzt die Künstlerin auch Alltagsgegenstände für ihre Arbeit, auf die sie eine völlig neue Sicht ermöglicht. Durch den Wechsel der Perspektive wird die Fantasie der Betrachtenden angeregt und damit gewohnte Sichtweisen umgangen. So wird beispielsweise weggeworfenes Plastik durch eine einfache Veränderung in der Betrachtung, in dem Fall über eine fotografische Nahaufnahme, zu weiten Ebenen, Bergen, Klippen, Wüsten und verlorenen Mondlandschaften, die kaum verortbar sind und gleichzeitig anziehend als auch unheimlich wirken.

Neben dem Begriff des erweiterten öffentlichen Raums und der konzeptuellen Befragung von Ausstellungen erforscht die Künstlerin das Potenzial von Kunst in Alltagsräumen. Im Gebrauch und der Neuperspektivierung von Alltagsgegenständen, die oft auf humorvolle, ironische und spielerische Weise symbolisch umgewertet werden, sowie mit den Kunstgriffen von Fiktionen, Fakes und subtilen Irritationen trotzt sie gesellschaftlichen Gegebenheiten neue Sichtweisen ab. Mit diesen Strategien macht sie gesellschaftliche Absurditäten ebenso wie die imaginäre, aber auch reale Macht von Zeichensystemen sichtbar.
Tania Hölzl

 

Die Ausstellung ist bis 13. April 2018, Di. bis Fr., 15 bis 18 Uhr und während der Veranstaltungen des kfa geöffnet.

 

Programm 2018


Karl Vouk
18.1.- 23.2. 2018

 

Catrin Bolt
8.3.- 13.4. 2018

 

Gertrude Degenhart
26.4. - 8.6. 2018

 

Ronny Goerner
14.6. - 21.6. 2018

 

Margit Krammer
5.7. - 10.8. 2018

 

Ulrike Bernhard & Walter Puppo
16.8. - 21.9. 2018

 

Pepo Pichler
4.10. - 9.11. 2018

 

KunstLOKAL
22.11. - 6.1. 2019




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