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Das Literaturteam des kfa lädt alle Leseratten und Bücherwürmer zum Literatur-Stammtisch an jedem 3. Montag im Monat ein, um miteinander über Literatur zu plaudern, Büchertipps auszutauschen und Anregungen zu sammeln. In regelmäßigen Abständen haben wir Autoren, Verleger und Literaturkritiker zu Gast, um so den direkten Dialog zwischen Lesern und Büchermachern zu sichern.

Anmeldung nicht erforderlich, einfach vorbeikommen und mitmachen!



Veranstaltungsübersicht


 

Literatur-Stammtisch

am 23.Oktober um 20.00 Uhr, Cafe Amthof, Feldkirchen

 

Der Herbst ist die beste Zeit für Geschichten, die etwas mysteriös angehaucht sind.
Im Mittelpunkt des Romans Der Hilfsprediger von Hilary Mantel steht ein kleines Dorf am Fuße eines Hochmoors in Nordengland. Aberglaube und Ignoranz sind hier in den Fünfziger Jahren weit verbreitet und der Gemeindepriester hat es mit den Dorfbewohnern nicht leicht. Bis eines Tages ein Fremder vor der Tür steht und alles auf den Kopf stellt.  Aberglaube, Glaube und weltliches Wissen sind die Themen dieses Romans, der durch die gekonnte Mischung von präziser Sprache, schwarzem Humor und Ironie nicht nur unterhält, sondern auch zum Mitdenken anregt.

 

Klappentext
Fetherhoughton ist ein eintöniges, gottverlassenes Nest, eine Enklave der Ignoranz und des Aberglaubens, von undurchdringlichen Moornebeln vor den Avancen der Aufklärung und der Vernunft beschützt. Vater Angwin ist der Gemeindepriester, ein Zyniker, der längst seinen Glauben verloren hat und nur noch in Ruhe gelassen werden will. Vor allem von dem neuen eifrigen Bischof, der die Region in moderne Zeiten führen will. Die zweite Heimsuchung des Priesters ist Mutter Perpetua, die ihr Kloster mit eiserner Hand führt und jede Abweichung vom Pfad des Glaubens hart bestraft. Sie hat es vor allem auf die freiheitsliebende junge Nonne Philomena abgesehen.
Eines Abends taucht ein Fremder auf und bietet Vater Angwin seine Dienste an. Ist er die Hilfe, die der Bischof angedroht hat? Doch wie ein Spion des Bischofs sieht der Mann namens Fludd nicht aus. Vielmehr umgibt ihn etwas Unwirkliches, das die einen voller Entzücken anzieht, so wie Philomena, und die anderen voller Entsetzen erstarren lässt, so wie Angwins Haushälterin, die sich zum Schutz aufs Singen verlegt. Ist er ein Engel, der die Bewohner aus ihrer Gleichförmigkeit befreit, dem Priester seinen Glauben wiederbringt und Philomena die Liebe lehrt? Oder ist er gar der Teufel, der alle in den Abgrund reißen wird?

 

Über die Autorin

Hilary Mantel, geboren 1952 in Glossop, England, war nach dem Jura-Studium in London als Sozialarbeiterin tätig. Sie lebte fünf Jahre lang in Botswana und vier Jahre in Saudi-Arabien. Für ihre Romane über Thomas Cromwell (Wölfe 2009, Falken 2012) erhielt sie - als bisher einzige Frau - den begehrten Booker-Preis gleich zweimal. Der Hilfsprediger erschien im Original bereits 1989 und wurde 2017 von Werner Löcher-Lawrence ins Deutsche übersetzt. Weitere Werke von Hilary Mantel sind die Romane Jeder Tag ist Muttertag und Im Vollbesitz des eigenen Wahns (beide 2016). Die Geschichte ihrer Kindheit beschreibt Hilary Mantel in der Autobiografie Von Geist und Geistern.