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Alte Musik - Pfingstfestival 2013
17.05.2013 20:00 Amthof

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The Harp Consort mit Marco Beasley (Guernsey/Spanien/Italien)
Favola in Musica - Bacchus, Apollo & die Geburt der Oper

Im 16. Jahrhundert versuchten Dichter und Musiker zwei Grundfragen der Musik zu klären: zum einen, was das Wesen der Musik ausmacht, zum anderen woher die Wurzeln für künstlerische Eingebung stammen. Die Antworten zu diesen Fragen wurden vor allem in der griechischen Mythologie und der römischen Redekunst gesucht und führten schließlich durch das Experimentieren mit verschiedensten Formen zum Genre der Favola in Musica, einer Frühform der Oper.

Die römischen Götter Bacchus und Apoll wurden als Gegenspieler hinsichtlich der Wurzeln der Musik betrachtet. Bacchus, der Gott des Weines, wurde auch mit Ausschweifung, Ekstase und Gewalt in Verbindung gebracht. Wein, Musik und Tanz führten Menschen dazu ihre Ängste zu besiegen und Grenzen zu überschreiten.

Diese Eigenschaften machten Bacchus zum direkten Gegenspieler Apollos, den Sonnengott. Als Krieger besiegte Apollo die Python des Bacchus und herrschte über die Künste: Dichtung, Musik und Tanz. So wird Apollo als Schutzherr der Musen, der schönen Künste gesehen, während Bacchus stets als Herr der dunklen Dämonen, der Satyren auftritt.
Die Frühform der Oper spielt mit diesen Gegensätzen, dennoch verwendete man zu dieser Zeit nicht den Ausdruck „Oper“, es handelte sich viel mehr um eine erzählte Geschichte, eine „favolo in musica“. Wegen der größeren Bedeutung des Textes in der Favola in Musica wurde auf komplizierte Musikbegleitung verzichtet – die Musik während des Gesangs wurde als Unterstützung des Textes angesehen.

Der musikalische Bogen wird ausgehend von einem Prolog ("Die Lyra des Apoll")in mehreren Akten gespannt: Arkadien ("Orpheus und die Sonne"), der dunkle Wald (Bacchus und die dukle Seite"), Fegefeuer ("Abschied von der Erde"), Hölle ("Die Trauer des Orpheus") und Paradies ("Der Triumph der Liebe"). Es werden Stücke aus der Frühzeit der Oper u.a. von Claudio Monteverdi (Orfeo), Carlo Gesualdo, Jacobo Peri bis zu Purcell und Johann Jakob Froberger in einer szenischen Abfolge präsentiert. Eingeschlossen im Programm sind auch die berühmte Ciaccona und "Tarentella del Gargano" aus historischer Volksmusik.

Das aktuelle äußerst erfolgreiche Projekt des Harp Consort unter Andrew Lawrence-King präsentiert den "Startenor" Marco Beasley begleitet und mit Solostücken der Barockharfe, sowie Xavier Diaz Latorre an der Barockgitarre.

Marco Beasley – Tenor
Xavier Diaz Latorre – Theorbe, Barockgitarre
Andrew Lawrence-King – Barock Triple Harfe

Andrew Lawrence-King ist einer der weltweit führenden Interpreten von Alter Musik. Er ist Dirigent von Barock-Opern und Orchestern, Harfen-Vituose mit den meisten Einspielungen und einfühlsamer Continuo-Spieler. 2012 eröffnete er einen Opernsaal in Moskau mit der Produktion der ältesten erhaltenen Oper Cavalieri's "Anima e Corpo", die für die "Goldene Maske" – Russlands höchste Opernauszeichnung – nominiert wurde.
Das Harp Consort wurde von ihm 1994 gegründet und brachte eine Vielzahl gefeierter CD Produktionen auf den Markt. U.A. "Luz y Norte" - Tanzmusik des Barock aus Spanien, Südamerika und Afrika - mit dem das Harp Consort bereits 1998 in Feldkirchen zu Gast war.

Marco Beasley kam 1957 als Sohn eines englischen Vaters und einer neapolitanischen Mutter zur Welt. Er wuchs in Neapel auf.. Mit einem angeborenen Talent ausgestattet, zog er aufgrund seiner Begeisterung für das Singen nach Bologna, wo er an der Universität vor allem auf das Studium der Vokalmusik der Renaissance und des Barock spezialisierte. Gleichzeitig wandte er sich dem Studium der musikalischen Literatur des 15. und 16. Jahrhunderts zu. Seine große stimmliche Begabung wurde wohl auch von jenen Eigenschaften bereichert, die seiner englischen Herkunft zugeschrieben werden müssen: starke Selbstkontrolle, eine tiefe Empfindsamkeit für Klang und eine breite Palette an ausgeprägten Timbres. Gemeinsam mit Stefano Rocco und Guido Morini gründete er das Ensemble Accordone. Seit 2001 schreibt Marco Beasley auch Texte für neue Werke.


 

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