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Lia Pale & Mathias Rüegg
03.02.2017 20:00 Amthof

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A Winter’s Journey - Schubert

Als sich im Frühjahr 2011 die junge oberösterreichische Sängerin und Studentin Julia Pallanch, alias Lia Pale und der kreativ vor sich hin alternde Gründer und ehemalige Leiter das Vienna Art Orchestra (1977-2010), der Schweizer mathias rüegg, bei einer seiner Vorlesungen getroffen hatten, war es musikalische Liebe auf den ersten Blick. Dass sich die zwei darauf folgerichtig für eine Zusammenarbeit entschieden, war eine Sache, aber dass sie sich dabei ausgerechnet auf Schuberts Winterreise geeinigt hatten, war ihnen wohl selber nicht ganz klar. Aber: Dinge passieren eben! Wobei sich rüegg, der bereits Erfahurungen aus zahlreichen Klassikadaptionen (The Minimalism of Erik Satie, American Rhapsody, All That Strauss, European Songbook/Verdi-Wagner-Schubert) mit sich brachte, als idealer Partner für Pales vielfältige Talente und überbordende Lebendigkeit entpuppen sollte.
Und so nahm diese sehr persönliche Winterreise, zu der sich im Laufe der Zeit auch die verschiedensten Solisten wie Harry Sokal (Saxophon), Mario Rom (Trompete) oder Roman Janoska (Violine) gesellten, im Lauf der Jahre Gestalt an. Immer wieder wurde geändert, überarbeitet, gefeilt, aufgenommen und natürlich auch live gespielt, solange, bis schlussendlich alle vierundzwanzig Stücke bereit auf dem gleichen Niveau waren. Lia Pales Adaptionen der Texte ins Englische war ein grundsätzliche Überlegung, da die englische Sprache der vorliegenden Rhythmisierungen näher kommt als die deutsche, die sich grundsätzlich besser für (romantische) Musik ohne durchgehenden Puls eignet.
Rüeggs taktgenaue Bearbeitungen und Pales genaue Wiedergabe der Schubertschen Melodik sind nahe am Original; Rhythmik, Phrasierung und Klang sowie die Instrumentalsoli über die gesungenen Formen hingegen erweitern die Originale beträchtlich und transformieren sie in eine gänzlich andere Welt – die man lieben oder ablehnen kann – eine Welt, die gleichzeitig sehr weit weg vom Geiste Schuberts und Müllers, gleichzeitig aber auch wieder sehr nahe ist. Pales eindrückliche Interpretationen in einem bisher nicht bekannten „Niemandsland“ zwischen Jazz, Klassik und auch Pop berühren und gehen unter die Haut, und wecken gleichzeitig die Lust, sich wieder neu mit der Originalvorlage zu beschäftigen.

Lia Pale - Stimme, Flöte, Gesang, Klavier
Mario Rom - Trompete, Flügelhorn
Ingrid Oberkanins - Perkussion
Johannes Strasser - Bass
mathias rüegg - Klavier, Arrangements



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