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19. Februar 18 Uhr

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Der west-östliche Artmann
03.03.2018 20:00 Amthof

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Lesung mit Musik

Der Gralsritter der Poesie führt uns nach Japan, zur kürzesten Lyrik der Welt, den 3zeiligen Haikus;
nach Persien, zu den eigenwilligen, 4zeiligen Persischen Quatrainen und
nach 'bradnsee', in das weite Land der österreichischen Seele, die so gern in 'ana schwoazzn dintn' badet.

Chiao-Hua Chang / Erhu
Roozbeh Nafisi / Santur
Gunda König / Rezitation

PROGRAMM:
Entrada simultana
Traditionelle Japanische Musik
Traditionelle Persische Musik in Mahur
"Ode an Österreich" (Franz Grillparzer)

1. Teil
20 Haiku
aus "Nachtwindsucher" österreichische Haiku / Edition ps
4 davon auch auf Japanisch gelesen
Übersetzungen: Masumi Midorikawa
Erhu Solokomposition "Poesie des Frühlings" (Zhong Yiliang)

2. Teil
18 Quatraine
aus "persische quatraine" --‐ ein kleiner divan / collispress
3 davon auch auf Persisch gelesen
Übersetzungen: Roozbeh Nafisi
Santur Solokomposition (Roozbeh Nafisi)

3. Teil
14 Gedichte
aus "med ana schwoazzn dintn" --‐ gedichta aus bradnsee /
Otto Müller Vlg. Salzburg
5 davon vertont

Vertonungen: "gima dei haund", "en an schbedn heabst" (Franz Blaimschein)
"aum eaxtn...", "wos unguaz", "heit bin e ned munta wuan" (Ernst Kölz)
Refrain von "Im Prater blühn wieder die Bäume" (T.: Kurt Robitschek, M.: Robert Stolz)

Bearbeitung der Lieder für Erhu und Santur und div. Improvisationen: Chiao-‐Hua Chang & Roozbeh Nafisi
Idee und Konzept: Gunda König


Kleines Lexikon zu den Quatrainen
Hidjàz: Gebiet im s--‐w von Saudi--‐Arabien am roten Meer, mit den Städten Mekka und Medina. Sindbàd: der Seefahrer in 1000 und einer Nacht. Vogel Rokh: großer, flugunfähiger Laufvogel, doppelt so groß wie Vogel Strauss --‐ ein Fabelwesen? Aldebaran: Stern im Sternzeichen Stier. "Der Folgende" --‐ folgt dem Sternhaufen der Plejaden. Shal--‐i--‐mar (auch Shalimar): "Die reinste aller menschlichen Freuden".

Die Instrumente
Santur: vergleichbar mit dem bei uns bekannten Hackbrett, ist ein trapezförmiges, 72--‐saitiges Instrument aus Walnussholz. Es umfasst einen Tonraum von drei bis vier Oktaven und kann auf verschiedene Modi gestimmt werden, da es für jeden Ton meist 4 Saiten gibt. Es wird traditionell mit leichten Holz--‐ oder Filzschlägeln gespielt, bietet aber auch viele Möglichkeiten für Klangexperimente. Erhu ist eine Röhrenspitzlaute, ein 2saitiges Instrument und wird mit einem eingefädelten Bogen gespielt. Der Schallkörper wird aus Rothölzern, meist Rosenholz, gefertigt, die Membran ist aus Schlangenhaut. Die Metallsaiten (früher Seide) sind im Abstand einer Quint (a' --‐ d') gestimmt. Weitere Instrumente: Regenstab, Waldteufel, Kuckuckspfeife, Spiraldonner, Bachstelzenpfeife, Gobigem.

H.C. Artmann
Geb. 1921 als Hans Carl Artmann in Wien, gest. 2000 ebenda. Sohn eines Schuhmachers, nach dem Hauptschulabschluss drei Jahre als Büropraktikant tätig, danach Beginn einer Schuhmacherlehre. Bereits frühzeitig Beschäftigung mit Sprachen und Verfassung von Detektivgeschichten. 1940 Wehrdienst, Kriegsverletzung, zwei Desertionsversuche und Gefangenschaft. 1947 erste Veröffentlichungen im Hörfunk und in der Zeitschrift "Neue Wege". In den 1950er Jahren Zusammenarbeit mit Gerhard Rühm und Konrad Bayer, Mitbegründung der "Wiener Gruppe". 1955 erschien sein Manifest gegen die Wiedereinführung des Bundesheers in Österreich, ein Zeugnis seiner steten Kritik an politischen und kulturellen Missständen. 1958 erscheint der bekannteste Gedichtband "med ana schwoazzn dintn". Artmann unternimmt ausgedehnte Reisen durch ganz Europa, lebt von 1961--‐65 in Schweden, dann bis 1969 in Berlin, ab 1972 in Salzburg. 1972 Heirat mit der Schriftstellerin Rosa Pock. Umfangreiches literarisches Werk vom Drama über Gedichte bis zu barocken Schwänken, Beschäftigung mit mittelalterlichen Balladen und spanischer Literatur. Übersetzungen aus dem Dänischen, Englischen, Französischen, Niederländischen, Schwedischen und Spanischen. Engagierter Förderer und Mentor junger Schriftsteller, Lehrtätigkeit im Rahmen der "Schule für Dichtung in Wien". 1973 Gründungsmitglied des "Anti P.E.N." und später Präsident der Grazer Autorenversammlung, aus der er 1978 austritt.

Chiao--‐Hua Chang
Geb. in Taiwan, Master--‐Studium der Ethno--‐Musikwissenschaft; unterrichtete von 2001 --‐ 2013 Erhu in Taiwan, seit 2013 freischaffende Musikerin und Lehrerin in Wien.

Roozbeh Nafisi
Geb. in Teheran, wo er trotz Verbots Santur und später Komposition lernte und studierte. Stipendien in Wien, USA, Japan, Deutschland; zahlreiche Preise und Auszeichnungen. Lebt seit 5 Jahren als freischaffender Musiker, Komponist und Santurlehrer in Wien.

Gunda König
Drei Jahre Lehrtätigkeit am Lycée français in Wien, gleichzeitig Schauspielausbildung. Engagements am Stadttheater Klagenfurt, den Komödienspielen Porcia, am Theater der Jugend, Theater an der Wien, Volkstheater etc.; Rundfunk (internationaler Hörspielpreis "Prix futura") & Fernsehen. 1975 Gründung des "K&K Experimentalstudios" mit dem Komponisten Dieter Kaufmann. Mit ihren multimedialen, innovativen Musiktheater--‐Programmen Tourneen und Auftritte in Europa, Nord--‐ und Südamerika. Mitwirkung als Schauspielerin in mehreren Opern--‐Uraufführungen (Lampersberg, Logothetis, Zykan, Alcalay, Kaufmann, P. Androsch). Gunda König interpretiert Lyrik des 20. Jh. und erarbeitet eigene Soloprogramme, oftmals gemischt mit Chansons und zeitgenössischer Musik.


Eintrittspreis: 18,- VVK 16,-
Ermäßigung mit Plus Club Joker!


 

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